Ameisenfarm

Im Juni 2015 wurden auf dem Hochschulgelände vier Ameisenköniginnen der Art „Schwarze Wegameise“ gefangen. Einmal im Jahr schwärmen gleichzeitig unbefruchtet Jungköniginnen und männlichen Drohnen aus deren Bauten zur Paarung aus. Dies nennt man Schwarmflug. Nach dem Akt in ca. 10 Meter Höhe stirbt das Männchen und die nun befruchtete Königin gleitet zu Boden. Sie wirft ihre Flügel ab und macht sich sofort auf die Suche nach einem geeigneten Unterschlupf. Nur sehr wenige Königinnen überleben die ersten Tage, bzw. den ersten Winter.

ameisenfarm

Aus einem Ytong-Betonstein wird ein Nest gebaut. Dazu werden mit einem Dremel ca. 40x20x10 mm Große Kammern bearbeitet. Außerdem wird ein Bewässerungstank zur Feuchtigkeitserhaltung innerhalb des Nestes angelegt. Die vorhandenen Poren im Beton werden mit Gips ausgegossen, damit später keine Ameiseneier abhandenkommen. Zuerst wird dem neuen Staat nur eine Kammer zur Verfügung gestellt – die restlichen Kammern werden mit Material, beispielsweise Seramis, befüllt, welches die Ameisen, sobald sie eine gewissen Anzahl erreichen, nun selbst aus dem Nest heraustragen. Auf dem Ytong wird eine Plexiglasplatte mit umweltfreundlichen Silikon befestigt und mit einer roten Folie beklebt, da Ameisen die Dunkelheit bevorzugen und rote Lichtwellen nicht „sehen“ können. Mit diesem Trick lassen sich Ameisen aber trotzdem noch in deren Nest beobachten. Zur Fütterung und im Gegenzug zur Abfallentfernung der Ameisen wird eine sogenannte Arena mit einem Schlauch angebracht. Dies kann ein einfacher Küchenbehälter sein.

Der Fütterungsnapf und die Ameisentränke wurden mit Hilfe eines Kunststoff 3D-Druckers gefertigt.

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